Wenn wir beten, beginnen und beenden wir unser Gebet mit einem Kreuzzeichen, für uns das Zeichen der Erlösung durch Jesus. Oft verstehen wir dieses Zeichen als Ausdruck unseres Glaubens oder als Bitte um Gottes Segen für uns und unser Tun. Es erinnert uns auch an unsere Taufe auf den Namen des „Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes“. Beim großen Kreuzzeichen berührt die rechte Hand die Stirn, die Brust, die linke und die rechte Schulter: Der ganze Mensch, seine Seele, sein Leib und sein Verstand gehören Gott. Zu Beginn des Evangeliums macht man häufig drei kleine Kreuzzeichen mit dem Daumen; zuerst auf die Stirn: mit dem Verstand des Evangelium begreifen; auf den Mund: es mit dem Mund bekennen; auf die Brust: nach Gottes Wort handeln und es im Herzen bewahren. Bevor jemand sich selbst bekreuzigt, tun dies andere an ihm bei seiner Taufe. Der Taufspender, auch Eltern und Paten bezeichnen das Kind mit einem Kreuz. So erinnern wir uns alle, wenn wir uns mit Weihwasser bekreuzigen auch an unsere eigene Taufe.
Carola Schneider