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Das Händefalten

Um beten zu können, ist es wichtig zur Ruhe zu kommen, sowohl äußerlich als auch innerlich. Damit unser Geist zur Ruhe kommen kann, soll auch der Körper seine Aktivitäten einschränken. Wenn ich die Hände ineinander füge, die einzelnen Finger verschränke, ist es, als ob ich mich zurückziehe. Ich kann mich sammeln und nachdenken. Die Hände mit denen wir uns sonst oft genug wehren, geben wir hier, gleichsam gebunden, in Gottes Hände. Ich kann mit Gott sprechen und in mich „hineinhören“. Wer hören will, braucht Ruhe.

Der Priester betet während der Messe mit ausgebreiteten Händen. Die ausgebreiteten Hände erinnern an die Kreuzigung, sind aber auch ein Zeichen der Offenheit, anzunehmen, was Gott für mich und mein Leben bereit hält. Er steht hier stellvertretend für die ganze Gemeinde und schließt die Gebete aller mit ein.

Carola Schneider